Larissa, 8 Jahre

Das Unmögliche wird möglich

Larissa (heute 8 j.) kam als unser erstes Kind zur Welt. Unser Leben änderte sich radikal. Larissa schlief nicht sehr viel und weinte oft.

Als Kleinkind war Larissa ein äusserst lebendiges Mädchen. Sie hatte einen enormen Bewegungsdrang, redete ununterbrochen und zusammenhanglos. Mit 4 ½ Jahren kam Larissa in den Kindergarten. Die Kindergärtnerin sagte mir bereits nach drei Wochen, Larissa sei mit ihrer Entwicklung im Rückstand; sie weigerte sich jedoch, Larissa in irgendeiner Art und Weise zu fördern. Für sie war bei Larissa „Hopfen und Malz verloren“. Diese zwei Jahre waren für uns alle sehr schwer. Larissa konnte sich in dieser Zeit auch nicht entfalten. Wir waren geplagt von Selbstzweifeln. Dann kam das Thema Einschulung. Nach Meinung der Kindergärtnerin gehörte Larissa höchstens in eine Kleinklasse. Wir wehrten uns für Larissa und schickten sie mit Einverständnis der Schulpflege in die Einschulungsklasse, auf Probe. Die folgenden zwei Jahre in der Einführungsklasse waren ein Auf und Ab.

Nun ging es bei Larissa um die Entscheidung: Normale 2. Realklasse oder Kleinklasse. Wir kämpften für Larissa und entschieden uns für die Realklasse.

In diesen Sommerferien liess ich Larissa bei einer Kinderärztin, welche auf ADS spezialisiert ist, abklären. Das Ergebnis über den positiven ADS-Befund erleichterte mich einerseits. Nun konnte ich all das verstehen; ihre Träumereien, aber auch ihre hyperaktiven Seiten.

Die Kinderärztin gab mir Ritalin-Tropfen mit nach Hause. In der letzten Ferienwoche vor dem Schulbeginn sollte ich mit der Verabreichung beginnen. In diesen Sommerferien machte mich eine Freundin auf die FEBA aufmerksam. Noch in der letzten Ferienwoche vereinbarte ich einen Beratungstermin mit der zuständigen FEBA-Beraterin. Ich ging voller Zuversicht und Hoffnung nach Hause und verbannte Zucker, Milchprodukte, Eier, Weizenmehl, alle Produkte mit den schädlichen E-Nummern und vieles mehr aus meinem Haushalt. Am nächsten Tag kaufte ich die empfohlenen Nahrungsmittel in Geschäften und im Reformhaus ein.

Ab dem ersten Schultag nach den Sommerferien begann ich voller Motivation mit der Ernährungsumstellung. Schon am ersten Abend sagte mir Larissa, dass sie sich irgendwie einfach gut fühle. Ich bemerkte das veränderte Verhalten bereits am nächsten Tag. Sie war plötzlich viel ausgeglichener, rastete nicht mehr so schnell aus und konnte besser zuhören. Sie fragte mich auch plötzlich Sachen, über die sie früher gar nicht nachzudenken schien.

Nur einmal während dieser Zeit hatte Larissa einen Rückfall. Sie hatte eine Blasenentzündung und musste Antibiotika einnehmen. Während eines Monats spürte man dies in ihrem Verhalten und auch die Ernährung konnte wegen den starken Antibiotikaeinnahmen nicht mehr greifen. Während dieser Zeit testete ich die Ritalin-Tropfen aus, die noch ungeöffnet im Schrank waren. Die Versuchung, dieses „Wundermittel“ bei Larissa auszuprobieren, war gross, denn trotz dem „guten“ Essen wurde es während eines Monats nicht besser und mir fehlte die Geduld. Ich bin jedoch erschrocken, als ich sah, was diese Substanz bei Larissa auslöste. Larissa war apathisch, hatte riesige Pupillen. Sie konnte nicht mehr klar sprechen und denken. Larissa wusste nicht einmal mehr ihr Geburtsjahr. Mir wurde klar, für sie konnte das nicht der richtige Weg sein. Ich stoppte die Tropfen sofort. Ihr Stoffwechsel konnte sich erholen und die Ernährungsumstellung konnte wieder greifen.

Jetzt, gut sechs Monate nach der Ernährungsumstellung, erhielt Larissa ihr Zeugnis. Die Noten des 1. Semesters der 2. Realklasse. Die Freude über die Leistung von Larissa ist von Seiten der Lehrerin, von Larissa selbst und mir enorm gross. Larissa hat sich extrem gesteigert.

Der NotenvergleichEinführungsklasse2. Realklasse
Math45.5
Deutsch55.5
Realien5.5
Fleiss5.56

Dies beweist, dass die Ernährungsumstellung funktioniert. Man schwimmt mit dieser Art, sich zu ernähren, gegen den Strom der heutigen Zeit und Gesellschaft. Doch das positive Lebensgefühl und vor allem der Erfolg in Schule und im Verhalten geben uns recht.

Diese Erfahrung hat unser Leben und den Familienfrieden enorm bereichert.

Fam. M.A.